In Halle konnten wir nach einiger Überzeugungsarbeit den Koch Luigi für unsere Sache gewinnen. Er war groß in Form, was auch für den Gesprächsleiter galt. Völkerverständigung leicht gemacht…
Auf großem Fuß leben ist ja ohnehin unser Motto, dementsprechend große Schritte machen wir. Von Halle nach Leipzig zum Beispiel. Zack! Wer hätte damit gerechnet? Und Surfstick sei Dank können wir auch hier aus dem OIT-Mobil bei gefühlt 250 Sachen beglückt feststellen, dass uns mittlerweile 62 Menschen beobachten. Jippieh! Freude nicht nur, weil das unsere Chancen erhöht, vom ZDF entdeckt zu werden, sondern auch, da die Wahrscheinlichkeit steigt, dass unsere technisch brillanten Videos die ein oder andere Debatte lostreten. Aus diesem Grund werden wir so bald wie möglich einzelne Interviews in voller Länge veröffentlichen, so dass euch beispielsweise Lothars Gedanken zu Marc Aurel nicht vorenthalten bleiben.
Debatte ist das Stichwort, um Debatten soll es letztlich gehen. Debatten standen am Anfang von ostintranslation und werden das hoffentlich auch am Ende tun. Denn während viel über den Osten gesprochen wird und dementsprechend viel Uneinigkeit im Detail herrscht, scheinen die Eckpunkte im Großen und Ganzen klar: Die DDR war ein Unrechtsstaat oder zumindest kein Rechtsstaat, dessen Bürger unfreiwillig hinter einer Mauer gefangen und in Armut und politischer Entmündigung leben mussten. So könnte man – zugegeben etwas zugespitzt – den herrschenden Diskurs umschreiben.
Die letzten Bilder vom Montag: Erst die abenteuerliche Fahrt nach Halle und dann die Bilanz eines Tages, der sehr vieles war: Spannend, interessant, aufschlussreich, anstrengend. Eines ist er aber ohne Zweifel nicht – ins Wasser gefallen.
Unsere ersten Gespräche findet ihr hier in einer spannenden Komposition. Wir haben die Jenaer gefragt, wie es sich denn so in ihrer Stadt lebt und das haben sie gesagt:
Die Bewegtbilder lassen auf sich warten – daher gibt’s jetzt ein paar Standbilder als Vorgeschmack.
Die drei Flamingos in einer konspirativen Besprechung vor programmatischem Hintergrund
Linus führt das erste Interview mit einem Maitre Kebap in Jena, der seit 15 Jahren im Osten unterwegs ist.
Zwischen “Boomtown” und “Schandfleck”.
Unerwartetes Ende der ersten Schicht: ein ausführliches Gespräch mit Lothar, dem Pfarrer der Jenaer JG, über Walter Ulbricht, römische Dekadenz, Fußgängerzonen vor und nach der Wende sowie das politische Bewusstsein der Menschen.
9.00 Uhr, das war die angepeilte Startzeit für die Tour. Wie sich gestern morgen dann herausstellte, ging es zu diesem Zeitpunkt allerdings darum, die verschiedenen Reisemitglieder zusammen zutrommeln. Ihre Basislager verteilten sich über ganz Erfurt. Eineinhalb Stunden und einige Telefonate später kam es dann zum gemeinsamen Frühstück. Das Auto wurde beladen und überraschend schnell ging es dann auf die Reise.
Der erste Stop – ein Erfurter Einkaufspark. Es galt die letzten Besorgungen zu machen, so mussten wir zum Beispiel einen Surfstick erwerben, um auch unterwegs online sein zu können. Noch ein paar Flaschen Wasser und dann weiter zur Universität. Hier konnten wir nach wertvollen Hinweisen unser Videoequipment noch einmal tauschen und sind jetzt mit dem modernsten, was die Medientechnik der Erfurter Uni hergibt, unterwegs. Wir haben Kameras und Mikrofone gleich mal auf dem Uni-Campus ausprobiert und einen Trailer gedreht.
Damit ihr nicht in ein sommerliches Unterhaltungsloch fallt, starten Martin, Linus und ich pünktlich zum Ende der Fußball-Weltmeisterschaft unsere OST IN TRANSLATION-Tour! Am Sonntag werden wir in Erfurt starten und eine Woche in Richtung Ostsee fahren. Wir sind gespannt auf das, was sich ergeben wird. Und wir freuen uns, ungefähr so: