Wie lebt es sich im Osten der Republik – 20 Jahre danach?

Tag 6 – Fazit, das vorletzte

Posted: Juli 18th, 2010 | Author: Linus | Filed under: Tag 6 | Tags: | No Comments »

Die Uhrzeit nähert sich Regionen, in denen die Sonne sich langsam wieder zeigt. Langsam starten die Möwen in Rostock, unserem letzten Etappenort. Traditionell wird noch an der Verarbeitung der letzten Videos gearbeitet. An dieser Stelle ein Dank an unseren heutigen Gastgeber Thomas, der uns eine rasante W-Lan-Autobahn bereitstellt, was nicht immer der Fall war im Reiseverlauf – dementsprechend entspannt und gelöst ist die Stimmung. Ja beinahe euphorisch sehen wir zu, wie die You-Tube-Videos dem Internet entgegen fliegen.
Optimale Voraussetzungen für den Blick in den Rückspiegel, dort sehen wir Tag 6. Er begann mit einer Feststellung, die ebenso überraschend wie folgenschwer war. Das Zelt, das ich aus den Tiefen unseres Kellers in den Kofferraum unseres Mobils geworfen hatte, war, um nicht näher in die Tiefe zu gehen, unvollständig. Einen visuellen Eindruck der Anstrengungen, die nötig waren, das Zeltgerippe aufzurichten, bekommt ihr hier. An dieser Stelle muss ich wohl meinen Reisefreunden danken, dass dieses Ausstattungs-Malheur ohne größere Folgen blieb. Für mich.
Nachdem wir wieder trockengefönt waren, starteten wir zu einem weiteren Interview am Hafen in Waren. Nachdem die Ausflugsgäste älteren Semesters das Schiff von Kapitän Dirk Beyer verlassen hatten, gingen wir an Bord, um mit ihm zu sprechen. Wieder war ich begeistert, wie einfach es ist, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ein bisschen von dem zu erfahren, wie sie denken.
Anschließend die letzte große Etappe nach Rostock, in eine Stadt, die uns alle überzeugt hat. Kurzzeitig haben wir auch erwogen, noch ein Interview mit Mister oder Miss Christopher-Street-Day 2010 zu führen. Dann gewann aber doch der Hunger und eine Pizza.
Im Reiseteam machen sich unterdessen die ersten sentimentalen Stimmungen bemerkbar, die Rückreise wird geplant. Morgen, bzw. in einigen Stunden müssen die letzten Aufnahmen am Ostsee-Strand gemacht werden, mit unzähligen Fans, Möwen und mehr. Das große Reise-Fazit steht an. Seid gespannt. Damit die Augenringe dann oberhalb des Knies enden, machen wir uns jetzt mal daran das Zelt aufzubauen – ein kleiner Spaß am Ende. Gute Nacht.


Wir waren in Waren: Das OIT-Mobil vor dem Schiffsschrauben-Werk


Tag 6 – Ein Beyer in Waren

Posted: Juli 18th, 2010 | Author: Linus | Filed under: Tag 6, Videos | Tags: , , | 1 Comment »

Vor der nächsten Fahrt über die Müritz hat sich Kapitän Dirk Beyer kurz Zeit genommen, um mit uns zu sprechen – über seine Heimatstadt Waren an der Müritz, seine berufliche Laufbahn, die Geschäftslage. Außerdem hat er erklärt, warum es für ihn nie in Frage kommen würde, in den Westen zu gehen, wie viele seiner Freunde und seine Mutter.


Tag 4, 5 und 6 – Standbilder III

Posted: Juli 17th, 2010 | Author: Martin | Filed under: Fotos, Tag 4, Tag 5, Tag 6 | No Comments »

Wie fast schon gewohnt, kommen an dieser Stelle ein paar unbewegte Eindrück der letzten Tage. Wir haben wieder spannende  Menschen getroffen, die uns Denkwürdiges mit auf den Weg gegeben haben. Bitte heißen Sie in unserer trauten ostintranslation-Runde willkommen:

Andy (sic!), Dieter, Bucki und Amadeus (der mit Fell). “Bucki, mach mal n paar Eier. Schön bunt!” – ein Satz, der uns begleitet. Mit frischen Eier von glücklichen Tangermünder Hühnern ausgerüstet, sind wir am nächsten Tag in einem überdimenstionierten Shoppingareal in Elstal bei Berlin gelandet.

Die dort ansässige Hamburger Crepes-Verkäuferin Sivia zeigte sich verwundert, über die “Faulheit” der Menschen in Ostdeutschland. Sie müsse extra aus Hamburg anreisen, weil hier einfach niemand vor zehn arbeiten wolle. Wir nehmen das als Position auf und fahren weiter nach Waren an der Müritz, um dort Dirk auf seinem Schiff zu treffen. Dirk bekommt “so´n Hals, wenn die Wessis herkommen, und uns erzählen, wir würden nicht arbeiten”. Auch das eine Position für sich. Das Video ist in Arbeit und gibt bald näheren Aufschluss.

Die folgende Nacht gestaltete sich sehr anspruchsvoll, da der für die Brötchen zuständige ein wenig zu spät feststellte, dass wir über kein Innenzelt verfügen. Entschlossen, sich davon nicht irritieren zu lassen, verbrachten wir den Rest des Abends an bzw. in der Müritz, beobachteten auf dem Rücken schwimmend die Sterne und führten die üblichen hochtrabenden Gespräche, in der Hoffnung vorbei flanierende CamperInnen zu beeindrucken. Die Versuche, im späteren Verlauf der Nacht stark alkoholisiert die Zeltreste zusammenzusetzen, dokumentiert dieses Bild. Sinn und Zweck von Zeltböden wurden uns im Übrigen durch das morgendliche Gewitter nochmal nachhaltig vor Augen geführt.

Und nu? Wir sind in Rostock. Möwen überall. Gefühlt sind wir sehr nah am Meer und damit am Ziel der Reise. Tag 7 wird´s zeigen.